Es liegt in der Hand des Gemeinderats, zu seiner Entlastung einzelner Angelegenheiten beschließenden oder zumindest vorberatenden Ausschüssen zu übertragen. Die beschließenden Ausschüsse entscheiden grundsätzlich endgültig an Stelle des Gemeinderats. Die Ergebnisse der vorberatenden Ausschüsse müssen zur endgültigen Entscheidung in das Plenum. Die Ausschüsse sind verkleinerte Abbilder des Gemeinderats. In Ihnen muss sich das Stärkeverhältnis der Fraktionen im Gemeinderat widerspiegeln.

Über alle Angelegenheiten, die für die Gemeinde von grundsätzlicher Bedeutung sind, entscheidet der Gemeinderat; so z. B. über die Ausweisung eines Baugebietes oder aber den Bau eines Bürgerhauses. Der Gemeinderat besteht aus dem Ersten Bürgermeister und den ehrenamtlichen Gemeinderatsmitgliedern. Bei den Abstimmungen in den Sitzungen des Gemeinderats hat der Erste Bürgermeister eine Stimme wie jedes andere Gemeinderatsmitglied auch.

Die Wahl des Ersten Bürgermeisters und der Gemeinderatsmitglieder ist am 2. März 2008 vorbei. Ist damit auch für die nächsten sechs Jahre jegliches Mitwirkungsrecht der Bürgerschaft an der "Gemeindepolitik" erloschen?

Nein! Es gibt viele Informationsquellen und Mitwirkungsmöglichkeiten:

  • Informationsblatt der Gemeinde (Ortsnachrichten)
  • Zeitungsberichte
  • Besuch von Gemeinderats- und Ausschusssitzungen
  • Bürgerfragestunde
  • Bürgeranträge
  • Bürgerbegehren, Bürgerentscheide
  • Informationsveranstaltungen anlässlich aktueller Planungen
  • Allgemeines Beschwerderecht (aus dem Petitionsrecht fließend)
  • Ehrenamtliche Mitarbeit
  • Gesetzlich vorgeschriebene Bürgerbeteiligungen, zum Beispiel in Bauleitplanverfahren, Planfeststellungsverfahren
  • Bürgerinitiativen
  • Mitarbeit in Parteien, Vereinen 

Das Selbstverwaltungsrecht schließt eine entprechende Finanzausstattung der Gemeinden ein. Ein kleiner Teil der Einnahmen fließt aus der Teilnahme am wirtschaftlichen Verkehr, zum Beispiel aus dem Verkauf bzw. der Verpachtung von Grundstücken, der Vermietung von Wohnungen, aber auch aus Kreditaufnahmen. Einen gewichtigen finanziellen Beitrag leistet der Bürger durch die Zahlung von Steuern, Beiträgen und Gebühren. Schließlich unterstützt auch der Staat jährlich die Gemeinden mit beträchtlichen Zuweisungen aus dem Finanzausgleich und Zuschüssen zu einzelnen Projekten.

Die Geschäftsordnung (GO) eines Gremiums, ist die Zusammenfassung aller Verfahrensregelungen, nach denen Sitzungen und Versammlungen dieses Gremiums abzulaufen haben. Sie kann Bestandteil einer Satzung sein, meist allerdings wird sie im Zuge der Gründung durch Beschluss der Berechtigten festgestellt. uch die ausführlichste Geschäftsordnung wird nicht alle Eventualitäten zu regeln imstande sein: Selbst der Deutsche Bundestag, der über eine sehr ausführliche schriftliche Geschäftsordnung verfügt, sieht sich immer wieder veranlasst, Einzelangelegenheiten neu zu regeln.ie vorgenannte Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages wird vor allem in politischen Gremien regelmäßig herangezogen, wenn für dieses Gremium keine spezielle Geschäftsordnung existiert oder eine Verfahrensfrage nicht geregelt ist.ie in dieser Ausgabe vorgestellt, hat die PWU, basierend auf den Entscheidungen der letzten Legislaturperiode Anträge eingebracht.

Mehr dazu auf wikipedia.de.