pwu logo antragAntrag

Die Fraktionen BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN und PWU beantragen, dass im künftigen Sportpark an der Mitterfeldallee ein Hallenbad realisiert werden soll. Dabei soll ein Lehrschwimmbecken mit sechs Bahnen, ein Sprungturm mit 3 Meter Höhe mit der erforderlichen Beckentiefe, ein Nichtschwimmerbecken, eine Wasserrutsche, ein Saunabereich (somit kann die geplante Vereinssauna im Sportpark entfallen) sowie die entsprechenden Nebenflächen (Umkleiden, Duschen, Toiletten etc.) als Grundlage für das zu realisierende Hallenbad mitberücksichtigt werden. Die bisherigen Gemeinderats-beschlüsse sind dahingehend aufzuheben bzw. anzupassen.

Begründung

Auf Grund der neu geschaffenen Möglichkeit (u.a. Änderungsantrag zu TOP 2.1ö BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN vom 28.09.2016 „Verlegung Lehrschwimmbecken vom Schulcampus in den Sportpark“) im Sportpark auch ein Hallenbad realisieren zu können, sollte diese einmalige Chance auch umgesetzt werden. Neben der schulischen Nutzung und den Vereinsnutzungen (hier sei u.a. auf den Antrag der Wasserwacht Unterföhring hingewiesen), sollte die Möglichkeit geschaffen werden, darüber hinaus auch der Bevölkerung das Angebot zum Schwimmen in unserer Gemeinde anzubieten. Bis ins hohe Alter kann das Medium Wasser zur Regeneration und Rehabilitation genutzt werden. Laut einer Forsa-Studie aus dem Jahre 2010 kann jedes zweite zehnjährige Kind, das die Grundschule verlässt, nicht sicher schwimmen. Laut einer Emnid-Studie können von Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre insgesamt 33,9 Prozent gar nicht oder nur schlecht schwimmen.

Studien des Robert-Koch-Instituts sowie der DLRG belegen ebenfalls die rückläufige Schwimmfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen. Nahezu jeder vierte Deutsche ab 14 Jahren kann nicht oder nur schlecht schwimmen.)

Im Artikel der SZ vom 04.11.2016 wird auch berichtet, dass viele Schwimmbäder schließen müssen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass in unserem Siedlungsschwerpunkt (Landkreis München) immer mehr Menschen immer weniger Schwimmmöglichkeiten nutzen können. Auch hier sehen wir einen wichtigen Ansatz unsere Bevölkerung mit einer Schwimmgelegenheit (Realisierung eines Hallenbades) zu versorgen.

Ein Hallenbad (kein Spaß- bzw. Freizeitbad) wird sicher keine Gewinne oder einen ausgeglichenen Haushalt aufweisen. Die Gemeinde Unterföhring wird die Defizite ausgleichen müssen. Das Defizitrisiko wird aber minimiert bzw. kann in erheblichen Teilen durch die Fernwärmeversorgung durch die GEOVOL kompensiert werden.

Dennoch ist es für alle künftigen Nutzer (Kinder, Schüler, Vereine und die Öffentlichkeit) ein wertvolles Angebot in einem Hallenbad in Unterföhring schwimmen zu können. Dies betrifft auch die Mitarbeiter der Unterföhringer Gewerbebetriebe und steigert somit die Attraktivität hiesiger Arbeitsplätze.

Mit freundlichen Grüßen

Johannes Meck, Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN

Manuel Prieler, Fraktionsvorsitzender  PWU